Koch Equity Development will mehr als zwei Milliarden US-Dollar in Infor investieren

  • Investor stellt dem führenden Anbieter von Cloud-Software Wachstumskapital zur VerfügungInfor
  • Infor treibt damit die digitale Transformation branchenübergreifend weiter voran

Infor, der führende Anbieter von branchenspezifischen Cloud-Applikationen, hat eine bindende Vereinbarung mit Koch Equity Development LLC („KED”) getroffen. Die für Investments und Akquisitionen zuständige Unterabteilung von Koch Industries, Inc., hat sich bereit erklärt, mehr als zwei Milliarden US-Dollar in das Unternehmen zu investieren. Die Investition gibt Infor Zugang zu zusätzlichem Wachstumskapital, um Innovationen zu beschleunigen, die Distribution zu erweitern und auch weiterhin die Entwicklung von branchenführenden Geschäftsapplikationen voranzutreiben.

Das Investment von KED bestätigt die Strategie und das Wachstum von Infor sowie eine Unternehmenshistorie, die von Produktinvestments, Innovationen und einer unternehmerischen Kultur geprägt ist. Koch Industries ist ein international aktiver Konzern mit 100.000 Beschäftigten weltweit und wird von Forbes als das zweitgrößte Unternehmen in Privatbesitz in den Vereinigten Staaten geschätzt – mit einem jährlichen Umsatz von etwa 100 Milliarden US-Dollar. Das Investment durch KED stärkt die Kapitalbasis von Infor und schafft Zugang zu einem großen Ökosystem von Unternehmen, die sich mit digitaler Transformation auseinandersetzen.

Infor war das erste Unternehmen, das geschäftskritische und branchenspezifische Applikationen in die Cloud verlagert hat, und zählt heute mehr als 66 Millionen Cloud-Nutzer. Das zweistellige Umsatzwachstum im letzten Quartal beruht auf einem jährlichen SaaS-Umsatzwachstum von 130 Prozent. Mehr als die Hälfte des Software-Umsatzes von Infor geht heute auf Cloud-Applikationen zurück.

Die einzigartige Cloud-Strategie von Infor greift auf die Dienstleistungen von Amazon Web Services zurück. Dadurch kann das Unternehmen sein Kapital in tiefgehende branchenspezifische Funktionen investieren anstatt es für den Betrieb eigener Rechenzentren aufwenden zu müssen. Die breite Auswahl an Applikationen basiert auf einer hochskalierbaren Cloud-Architektur mit hoch entwickelter Data Science und fortschrittlichem Design. Die Lösungen schaffen die Möglichkeit dafür, Unternehmen in Branchen wie Healthcare, Mode, Einzelhandel, Distribution, dem öffentlichem Dienst sowie der diskreten und prozessbasierten Fertigung zu modernisieren.

Das Infor-Management-Team wird von Chief Executive Officer Charles Phillips geleitet, der das Unternehmen in eine neue Phase des Wachstums, des Investments und der Innovation führt.

„Koch ist eines der größten Unternehmen in Privatbesitz weltweit, mit diversifizierten Holdings und umfangreichen Ressourcen. Mit diesen lässt sich die nächste, aufregende Wachstumsphase von Infor hervorragend unterstützen. Wir freuen uns, ihren Support zu haben”, sagt Charles Phillips, CEO von Infor. „Einige der größten Firmen weltweit sind an Infor herangetreten, weil sie eine zeitgemäße Alternative zu den erhältlichen Vorgängersystemen für geschäftskritische Unternehmensapplikationen suchen. Infor hat die Größe sowie das Kapital, eine digitale Plattform für die Unternehmen der Global 5000 bereitzustellen.“

Unter der Führung von Phillips hat Infor in den letzten fünf Jahren etwa zwei Milliarden US-Dollar in Produkt-Design und Entwicklung investiert. Das Unternehmen hat außerdem mehr als 400 neue Produkte, 1.700 Integrationen und 16.000 branchenspezifische Funktionen in seinen Cloud-Suiten veröffentlicht. Infor beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter und ist in mehr als 170 Ländern präsent. Zu den wichtigsten Meilensteinen gehören:

  • Die erste ‚Industry Cloud Company’ – Infor wurde der erste Anbieter, der geschäftskritische branchenspezifische Applikationen in der Cloud betrieben hat, indem er branchenspezifische Funktionen tief in die Applikationen integrierte – statt diese Prozesse den Beratern anderer Firmen zu überlassen. Unter anderem versorgt Infor Branchen wie Healthcare, das produzierende Gewerbe, den Einzelhandel und Behörden mit fortschrittlichen Lösungen. Firmen lehnen heute die teuren Beratungsleistungen ab, die früher nötig waren, um generische Software um branchenspezifische Funktionen zu erweitern. Kunden aus dem jeweiligen Wirtschaftszweig können Tausende von Funktionen für Branchen-Subsegmente in einer multimandantenfähigen Cloud-Umgebung nutzen. Applikationen, die auf einzelne Branchen fokussiert sind, senken die Kosten und den Zeitaufwand für Implementierungen und erleichtern künftige Erweiterungen und Upgrades. Durch die Integration von geschäftskritischen Lösungen mit solchen für etwa CRM, HCM oder Marketing in der Cloud stellt Infor eine komplette CloudSuite zur Verfügung. Das Ergebnis: deutliches Wachstum und größere Geschäftsabschlüsse.
  • Dynamic Science Labs – In direkter Nachbarschaft des MIT-Campus in Cambridge (Massachusetts) hat Infor ein Data-Science-Team mit mehr als 70 Professoren und promovierten Akademikern eingerichtet, das sich für die unterschiedlichsten Branchen mit Predictive Analytics, Machine Learning und der Optimierung von Use Cases auseinandersetzt. Infor Dynamic Science Labs sind zuletzt unter anderem Innovationen in Bezug auf Sortimentierung im Einzelhandel, Warenbestandsoptimierung sowie der Preissegmentierung zu verdanken. Der Zugang zu Daten in einer hochskalierbaren Cloud mit nahezu unbegrenzter Rechenleistung trug entscheidend dazu bei.
  • Kreativagentur – Als erster Anbieter von Unternehmenssoftware hat Infor am Stammsitz in New York eine eigene Kreativagentur aufgebaut. Unter dem Namen Hook & Loop feilen kreative Köpfe stetig am Design der Applikationen und arbeiten daran, die Nutzererfahrung zu verbessern – bislang häufig ein vernachlässigter Aspekt von Unternehmenssoftware. Mit Hilfe zahlreicher Designtalente, die in Manhattan ansässig sind, konnte Hook & Loop den Begriff „User Experience“ für Geschäftssoftware völlig neu definieren. Zusätzlich hat Infor zuletzt H&L Digital ins Leben gerufen, um den eigenen Kunden bei Projekten zur digitalen Transformation beratend zur Seite zu stehen.
  • Global Commerce Network – Infor ION, die Middleware der nächsten Generation, ist einfacher zu bedienen und offener als konventionelle Vertreter ihrer Art. Sie nutzt den Open-Source-basierten Apache Enterprise Service Bus sowie ein auf XML aufbauendes Publish-and-Subscribe-Modell, die OAGIS-Standards verwenden. Dadurch ist ION in der Lage, Applikationen von Infor und anderen Anbietern schnell und unkompliziert anzubinden – nicht zuletzt deshalb ist die Middleware mittlerweile eines der meistverbreiteten Infor-Produkte überhaupt. Zusätzlich ist Infor der einzige Anbieter von Geschäftssoftware, der auch ein Direct Commerce Network bereitstellt. Das Netzwerk von GT Nexus verbindet 28.000 Unternehmen, Banken, Logistik-Dienstleister, Broker und Transportunternehmen miteinander und macht es diesen möglich, Transaktionen abzuwickeln und direkt zu interagieren. Dies erleichtert die Kooperation und schafft Transparenz.

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„In den vergangenen 15 Jahren ist aus Infor einer der weltweit wichtigsten Anbieter von Geschäftssoftware geworden – und ich bin stolz darauf, an dieser Entwicklung teilzuhaben“, sagt Vorstandsmitglied Jim Schaper.

„Der Schritt, Infor finanziell zu unterstützen, ist eine der größten Investitionen, die KED jemals getätigt hat. Sie ist ein deutliches Zeichen dafür, welches Vertrauen wir in die Technologie, die Belegschaft und das Geschäftsmodell von Infor haben“, sagt Matt Flamini, President bei KED.

„Infor hat gezeigt, wie man Unternehmen aus verschiedensten Branchen automatisieren und effizienter arbeiten lassen kann. Unter anderem diese Fähigkeit ist es, die jene Firmen auszeichnet, in die wir bereits investiert haben. Wir freuen uns schon sehr darauf, herauszufinden, wie wir gemeinsam weitere Innovationen schaffen können“, sagt Brett Watson, Senior Managing Director bei KED.

„Wir sind extrem erfreut über den Fortschritt, den das Infor-Team bereits bei seiner Aufgabe erreicht hat, das immense Potential von Geschäftsapplikationen auszuschöpfen und sogar noch zu vergrößern“, sagt David Dominik, Managing Director bei Golden Gate Capital. Das Unternehmen ist seit 2002 als Investor an Infor beteiligt. „Die Investition von KED ist eine großartige Bestätigung und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit. Gemeinsam helfen wir dem Infor-Management dabei, auch weiterhin Kunden ersten Ranges mit technologisch führender Software auszustatten.“

„Wir werden auch in den kommenden Jahren Infor unterstützen und als wichtiger Investor erhalten bleiben“, ergänzt Rishi Chandna, Managing Director bei Golden Gate Capital.

Überblick
Die Transaktion unterliegt üblichen Abschlussbedingungen sowie behördlichen Genehmigungen und wird voraussichtlich Anfang 2017 vollzogen sein. Die Investition von KED wird aus Vorzugs-und Stammanteilen bestehen.

Die bisherigen Anteilseigner Golden Gate Capital, Summit Partners und das Management werden weiterhin über die Mehrheit am Unternehmen verfügen. KED wird künftig über vier der neun Vorstandsmitglieder der Muttergesellschaft von Infor verfügen.

Morgen Stanley und Bank of America Merrill Lynch standen Infor als Hauptfinanzberater zur Seite, während Gibson Dunn als externe Rechtsberater tätig waren. Credit Suisse unterstützte die finanzielle Beratung zusätzlich. Auf Seiten von Golden Gate und Summit Partners waren für rechtliche Belange Kirkland & Ellis LLP beteiligt. Rothschild, Inc. ist alleiniger Finanzberater für KED, während Jones Day für Rechtsfragen hinzugezogen wurde.

Über Infor
Infor bietet Cloud-Applikationen für ausgewählte Branchen an. Das Unternehmen zählt 15.000 Angestellte und mehr als 90.000 Kunden in mehr als 200 Ländern und Regionen. Mit Infor-Software können Anwender ihre Geschäftsprozesse optimieren. Weitere Informationen finden Sie auf www.infor.de.

Über Koch Equity Development LLC
Koch Equity Development (KED) unterhält Niederlassungen in Wichita (Kansas) und London und übernimmt die Abwicklung strategischer Akquisitionen im Auftrag der Koch-Unternehmen sowie von Schlüsselinvestitionen unabhängig von der Branchenzugehörigkeit. Zu den wichtigsten Investments des vergangenen Jahres zählen Solera Holdings Inc, The ADT Corporation, Transaction Network Services und Truck-Lite.
Seit 2003 haben Koch-Unternehmen Akquisitionen und andere Kapitalinvestitionen in Höhe von rund 80 Milliarden US-Dollar getätigt. Koch beschäftigt mehr als 100.000 Angestellte in 60 Ländern, davon etwa 60.000 in den Vereinigten Staaten. Insgesamt konnten Koch-Unternehmen über 1.000 Auszeichnungen für sich beanspruchen, etwa hinsichtlich Sicherheitsbestimmungen, Umweltschutz, gesellschaftliches Engagement, Innovationen und den Kundenservice. Weitere Informationen über Koch Equity Development LLC oder Koch Industries finden Sie unter http://www.kochequity.com/ und http://www.kochind.com/.

Über Golden Gate Capital
Golden Gate Capital mit Hauptsitz in San Francisco ist ein Private-Equity-Unternehmen, das rund 15 Milliarden Dollar an Kapital verwaltet. Die Investoren können bei Golden Gate Capital auf eine lang anhaltende und erfolgreiche Investitionshistorie in zahlreichen Branchen zurückblicken, die eine Reihe verschiedenster Transaktionsformen umfasst – darunter Börsenrückzüge, Veräußerungen von Unternehmensanteilen sowie Rekapitalisierungen, aber auch Schulden- und Private-Equity-Investitionen. Golden Gate Capital ist einer der aktivsten Kapitalgeber in der Softwarebranche weltweit. Neben Infor hat Golden Gate Capital unter anderem in BMC Software, Ex Libris, Micro Focus und LiveVox investiert. Mehr Informationen finden Sie auf www.goldengatecap.com.

Über Summit Partners
1984 gegründet, ist Summit Partners ein globales Growth-Equity-Unternehmen, das momentan über Kapitalmittel von mehr als 7,2 Milliarden Dollar verfügt. Summit hat bislang Investitionen in über 440 Unternehmen aus der Technologie- und Gesundheitsbranche sowie weiteren wachsenden Wirtschaftszweigen getätigt. Diese Firmen haben über 140 Börsengänge abgeschlossen und über 165 dieser Unternehmen wurden im Rahmen strategischer Fusionen und Verkäufe akquiriert. Weitere wichtige Technologiefirmen, die von Summit Partners finanziert wurden, sind: Avast, Calypso Technology, Flow Traders, Help Systems, Hyperion Solutions, McAfee, NetWitness, RightNow, SafeBoot, Unica, Uber und WebEx. Summit unterhält Niederlassungen in Nordamerika und Europa und investiert in Firmen auf der ganzen Welt. Für weitere Informationen besuchen Sie www.summitpartners.com oder folgen Sie Summit Partners auf Twitter: @SummitPartners.

(Quelle: infor.de)